Februar 2012: Gabriella Ciancimino, Abdelaziz Zerrou und Thomas Hesse (Artists-in-Residence RONDO 2012)
Die drei internationalen KünstlerInnen sind seit Anfang des Jahres im RONDO tätig. In ihrer Graz Ausstellung zeigen sie ihre aktuellen Werke:
Abdelaziz Zerrou aus Marokko präsentiert seine konzeptionelle Installation "Biography of Graz", die sich mit der Identitätsbildung innerhalb eines bestimmten sozialen, kulturellen und demografischen Gefüges beschäftigt. Als Künstler aus einem Land, in dem der Kampf zwischen Tradition und Modernität breiten Raum einnimmt, sammelt er die Eindrücke des Grazer Alltags mit Hilfe von Bildern und Fotografie und angereichert durch seine individuelle Sichtweise werden sie in die universale Sprache der Symbole übersetzt.
Abdelaziz Zerrou studierte Grafikdesign und bildende Kunst am Nationalen Institut der Bildenden Künste in Tetouan. Er hält den Vorsitz der „Young African Artists Association (Jaa)" inne.
Die Italienerin Gabriella Ciancimino beschäftigt sich in ihrer Installation "Mixture of plants: the evolution of Edelweiss from botanical tables to symbol" mit der Bedeutungsgeschichte des Edelweiß. Sie studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Palermo. 2003 begründete sie das Kollektiv UAU (United Artists Unknown) mit, das sich aus zehn KünstlerInnen zusammensetzt. In ihren Werken setzt Gabriella Ciancimino den Fokus auf Beziehungen im Augenblick der Begegnung bzw. Konfrontation zwischen Individuen. Sie schafft eine freie Zone, in der unterschiedliche Gesellschaften Gemeinsamkeiten und neue Möglichkeiten für den Ausdruck ihrer Vielschichtigkeit finden können.
Der Deutsche Thomas Hesse hält einen performativen Vortrag (14. Februar, 18.30 Uhr, KSG) über die Ergebnisse seiner Recherche zu Themen der Schriften des Physikers, Philosophen und Wissenschaftstheoretiker Ernst Mach. Dabei untersucht der Künstler die Frage nach der Relevanz subjektiver Wissensaneigung. Thomas Hesse studierte Kunsterziehung, bildende Kunst und Germanistik. Die Zeichnung und ihre mediale Transformation sind verbindendes Element seiner Arbeiten. Auf den ersten Blick erscheinen sie einfach, einleuchtend und unkompliziert; sie bilden (Alltags-)Gegenstände, einfache Sachverhalte, Handlungen und Gesten ab. Ihre Referenzen auf Kunst und Literatur sind jedoch komplex.
Ausstellungsdauer in der G 69 noch bis 24. Februar 2012.
Öffnungszeiten: Mo bis Do 10 bis 16 Uhr, Fr 10 bis 12 Uhr.




