Internationale periodische Ausstellungen
Internationale periodische Ausstellungen erfreuen sich heutzutage großer Beliebtheit. Vor allem die Biennalen, jene Ausstellungen, die in einem Rhythmus von zwei Jahren stattfinden, erlebten in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Heute gibt es zahlreiche Schauen - in Europa und auch außerhalb -, die diesen Namen tragen. Die Biennale von Venedig, 1895 ins Leben gerufen, ist nicht nur die älteste, sondern nach wie vor die renommierteste unter ihnen. 2011 fand sie von Juni bis November statt.
Weltweit maßgebend auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kunst ist auch die documenta in Kassel. Sie wird alle fünf Jahre veranstaltet und dauert jeweils 100 Tage. 1955 vom Kasseler Kunstprofessor und Designer Arnold Bode initiiert, steht sie für den Anspruch, moderne und zeitgenössische Kunst - wie der Name schon sagt - dokumentieren zu wollen. Die nächste documenta, es ist die dreizehnte, wird 2012 veranstaltet.
Sowohl die Biennale in Venedig als auch die documenta in Kassel wurden inspiriert durch die Weltausstellung, die größte und älteste regelmäßig wiederkehrende internationale Ausstellung. 1851 zum ersten Mal in London abgehalten und im Zeitalter der Industrialisierung als internationale Leistungsschau etabliert, wird sie auch heute noch im Abstand von ein, zwei oder mehreren Jahren jeweils in einer anderen Stadt der Welt abgehalten. Dabei steht nicht nur das jeweilige Gastgeberland im Mittelpunkt. In sogenannten Länderpavillons ist jeweils ein anderes Land vertreten und stellt seine Leistungen zur Schau. Eigens für die Weltausstellungen werden zumeist auch spezielle architektonische Bauten und Anlagen angefertigt. Heute findet man auf den Weltausstellungen auch Themen- und Erlebnisparks. Die nächsten Weltausstellungen finden 2012 in Yeosu (Südkorea) und 2015 in Mailand (Italien) statt.


