Marc-Alexandre Dumoulin
Marc-Alexandre Dumoulin, geboren 1984 in Montreal, Canada. Lebt und arbeitet in Wien.
2007-2008 Central Saint Martins College of Art & Design, London, UK. - MA Fine Art2004-2007 Concordia University, Montréal, Québec, Canada - Bachelor of Fine Art
Mittels Plastik und Video visualisiert Marc-Alexandre Dumoulin die Erfahrung einer Übertreibung, die frei ist von ästhetischen Hierarchien und sozialer Definition. Seine Arbeit ist voll Plastikblumen, Partyballons, Bändern, Flitter und auf giftigen Materialien wie Teer, Latex, Sprühlack, Kartonabfällen und Polyurethan aufgebaut. Das Aufeinanderprallen dieser Materialien verleiht seiner Kunst eine gewisse Ambivalenz. Die Fläche oder Bühne, die sich auf den ersten Blick mit Spiel, Farbe, Jux und romantischer Träumerei darstellt, wirkt in einem zweiten Schritt durch die Entdeckung hybrider Formen und paradoxer Materialität verfremdet. Dumoulin ist an der Schaffung von Arbeiten interessiert, die einen Zustand ästhetischer Gleichheit ähnlich jener der Romantiker des ausgehenden 18. Jahrhunderts, wie sie von Jacques Rancière neu untersucht wurden, erreichen. „(...) eine Art atmenden Raum schaffen, die Fesseln lockern, die Schauspiele in eine Form von Sichtbarkeit, Körper zur Abschätzung ihrer Kraft zwingen, und die Möglichkeiten einer Maschine herausfordern, die den ‚Status der Dinge' offensichtlich, eindeutig erscheinen lässt."
Innerhalb dieses Felds ästhetischer und moralischer Indifferenz gibt es ein Potenzial für Verwandlung.
Wie Seth Brundle nach seiner Verwandlung in eine entstellte Schimäre aus Mensch, Fliege, Metall und Draht in Cronenbergs "Die Fliege", sind Marc-Alexandre Dumoulins mutierte Geschöpfe eine Synthese aus Intellect, sozialer Ästhetik und Konsumware. Seine Kreaturen haben ihren individuellen Sinn verloren und sind mit einer Umgebung verschmolzen, die sie einst vor langer Zeit selbst schufen.
Verwendetes Material - Mixed Media









